Umwelt, Politik und Gesellschaft

Umweltprobleme sind in der Regel komplexer Natur und sie haben neben der ökologischen auch eine soziale, politische, rechtliche, technische und ökonomische Komponente. Es ist wichtig, dass Zusammenspiel dieser Faktoren zu erkennen und alle Betroffenen und Verantwortlichen mit einzubinden. Darüber hinaus betreffen Umweltprobleme in der Regel größere Gruppen, selten einzelne Individuen. Ein kooperativer Ansatz erweist zwar am Anfang oft als aufwendiger, doch oft zahlt sich diese Anstrengungen später durch die größere Zufriedenheit aller Beteiligten aus. Ein besonderes Anliegen in der Arbeit von BEF ist die Kooperation mit anderen Nichtregierungsorganisationen (NROs) als Teil der Gesellschaft. NROs sind nicht nur in einer liberalen, demokratischen Gesellschaft wichtig, sondern insbesondere in passiven Gesellschaften mit geringer aktiver Bürgerbeteiligung, so wie dies in Osteuropa noch oft der Fall ist. In solchen Gesellschaften sind NROs die Leuchttürme in den Bereichen verschiedener öffentlicher Interessen jenseits des staatlichen Bereichs. Um insbesondere nicht gewinnorientierte NROs am Leben zu erhalten bedarf es viel Engagement, selbst in Westeuropa, wo eine breite NGO-Kultur bereits etabliert ist. Dort decken größere NROs ihre laufenden Kosten durch stabile Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge oder Förderung durch Sockelfinanzierungen bzw. Zuwendungen auf nationaler Ebene. Für ähnliche Organisationen in Osteuropa ist diese Frage eine weitaus größere Herausforderung. Die Bereitschaft zu gemeinnütziger Arbeit, das generelle Interesse in Politik, sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft ist dort viel schwächer ausgeprägt.Das Baltic Environmental Forum möchte Verwaltungen und NROs in Osteuropa motivieren und dabei unterstützen, ihre Arbeit fortzusetzen, ihr Wissen zu festigen und zu vergrößern sowie NROs in der Öffentlichkeit als ein unverzichtbares Element moderner Zivilgesellschaften sichtbarer zu machen.

Kapazitätenaufbau

BEF Deutschland sieht einen entscheidenden Ansatz zur Lösung von bestehenden Umweltproblemen in der Schaffung von Kapazität und Vermittlung von Fach- und Managementwissen sowie von Kommunikationsmethoden. Nur so können Betroffene und Beteiligte Umweltprobleme erkennen, in den richtigen Zusammenhang einordnen, den geltenden rechtlichen Rahmen richtig deuten und die geeigneten Ansprechpartner identifizieren und mit diesen zusammen an der Lösung des Umweltproblems arbeiten.Der Schwerpunkt unserer Arbeit in den letzten Jahren lag in der Unterstützung und Stärkung von Nichtregierungsorganisationen und Verwaltungen und Behörden in Mittel- und Osteuropa bei der Arbeit im Umweltschutz. An Verwaltungen wurden mit dem EU-Beitritt besonders hohe Anforderungen gestellt, umfassende Umweltgesetzgebung in die Praxis umzusetzen. Hier ist ein umfassender Erfahrungsaustausch nötig, um die Verwaltungen fit für die Aufgaben von morgen zu machen. Aber auch in Staaten, die nicht EU-Mitglied sind, lohnt sich die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung, da diese Staaten im direkten Austausch und damit auch im indirekten Einflussbereich der EU-Gesetzgebung stehen. Darüber hinaus unterstützt BEF eine moderne Verwaltungsstruktur, die sich nicht nur als Exekutive sondern auch als bürgernahes Vorbild und Vorreiter versteht.

Projektmanagement

Der überwiegende Teil der von uns durchgeführten Aktivitäten sind internationale Kooperationsprojekte im Umweltbereich mit verschiedenen Zielgruppen, in die wir unsere kulturelle, kommunikative, sprachliche und Managementkompetenz einbringen können. In der Funktion des Projektmanagements übernehmen wir die Koordination großer und kleiner Projekte, vernetzen alle Projektpartner miteinander, kommunizieren unsere Ideen an Interessierte und suchen kreative Ideen für entstehende Probleme. Guter Management- und Kommunikationsstil sowie zielorientierte Arbeits- und Zeitplanung sind uns dabei wichtig.

Projektentwicklung

BEF Deutschland entwickelt seit vielen Jahren erfolgreich eigene Umweltschutzprojekte. Unsere Ideen und unsere Motivation gewinnen wir in Gesprächen in den Zielländern oder sie entwickeln sich aus der Zusammenarbeit mit verschiendenen Institutionen und Organisationen aus dem Umweltbereich. BEF Deutschland hat bereits in verschiedenen Förderprogrammen als Antragsteller Projekte eingereicht und ist sowohl mit nationalen als auch EU-weiten Unterstützungsprogrammen vertraut.

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