23.01.19

Das NonHazCity-Projekt neigt sich dem Ende zu

Das NonHazCity-Projekt wurde abgeschlossen: weniger gefährliche Chemikalien in Haushalten, Kindergärten und Kommunen


-    Nahezu 100 Abwasserproben wurden analysiert, um die prioritären gefährlichen Substanzen in den Gemeinden zu definieren. Daraus wurde geschlossen, dass traditionelle Schadstoffe wie Schwermetalle erfolgreich gehändelt wurden. Jedoch sind organische Substanzen weit verbreitet - auch in den privaten Haushalten lassen sich diese Substanzen finden.
-    Fast 50 Haushalte wurden von den NonHazCity-Experten besucht, um nach Produkten des täglichen Bedarfs wie Kosmetika, Spielzeug und Haushaltschemikalien zu suchen, die möglicherweise gefährliche Chemikalien enthalten: Viele (gehortete) Produkte - viele unerwünschte Substanzen – es gab viel zu lernen!
-    Es wurden in etwa 200 neue und gebrauchte Artikel aus Kindergärten wie Spielzeug, Matratzen und Bastelmateralien analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass circa die Hälfte der alten Artikel entsorgt werden musste, da sie gefährliche Stoffe enthielten, die über den zulässigen Grenzwerten lagen.

All diese Zahlen und weitere Ergebnisse des NonHazCity-Projekts werden auf der Abschlusskonferenz am 29. und 30. Januar in Riga präsentiert. Die detaillierte Agenda finden Sie hier.

Während der drei Projektjahre versuchten 18 Gemeinden und Organisationen aus sieben Ländern (Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland) quer über der Ostsee, die Emissionen gefährlicher Stoffe aus nichtindustriellen Quellen (kleine Unternehmen und Dienstleister, kommunale Einrichtungen, Haushalte) zu minimieren.

Die Kommunen analysierten verschiedene Wasserquellen und konnten dadurch prioritäre Gefahrstoffe definieren. Sie erarbeiteten Aktionspläne, um die Emissionen dieser Substanzen zu reduzieren, und initiierten Aktivitäten zur Emissionsreduktion bei kommunalen Entitäten und Unternehmen. Zusätzlich wurden Bürgerinnen und Bürger für die Thematik sensibilisiert, so dass sie täglich bessere Entscheidungen treffen können, um gefährliche Chemikalien aus ihrem Alltag zu entfernen.

Das Projekt NonHazCity (Innovative Lösungen zur Reduktion der Emissionen gefährlicher Stoffe aus kleinen Quellen) wurde von dem europäischen Förderprogramm „INTERREG Baltic Sea Region“ finanziert.