Chemikalienmanagement und industrieller Umweltschutz

Chemikalien finden sich überall in unserer Umwelt, sei es in der Landwirtschaft, in industriellen Prozessen, aber auch in Lebensmitteln, Haushaltschemikalien, Kosmetik oder Spielzeug. Neben den alltäglichen Bequemlichkeiten, die uns Chemikalien ermöglichen, können sie gleichzeitig Auslöser von Allergien sein. Ebenso ist der Gebrauch bestimmter Chemikalien als bedenklich einzustufen, da sie als krebserregend oder chronisch toxisch gelten, sich in der Umwelt anreichern oder deren Wirkungen sogar noch nicht endgültig geklärt sind. Dem Risikomanagement von Chemikalien kommt deshalb ein hoher Stellenwert auf europäischer und internationaler Ebene zu. Eine Serie von EG-Richtlininen sowie internationale Vereinbarungen sind Ansätze um die Risiken, die von Chemikalien und deren Gebrauch ausgehen, zu verringern. Dieses unvermeidlich komplexe Themenfeld verlangt sowohl von den Behörden als auch der Industrie und dem Gewerbe in hohem Maße Kooperation und die Bereitstellung von Ressourcen, um diese Problematik zu bearbeiten.

Gerade Industrieunternehmen sind potentielle Verursacher von Umweltproblemen und es bedarf mitunter guter Überzeugungsarbeit, dass Umweltkosten nicht externalisiert werden, sondern win-win Lösungen möglich sind. Ungeirrt dessen ist es natürlich unverzichtbar, rechtlich verbindliche Standards bestehender nationaler und internationaler Regelungen einzuhalten. Ständige Sensibilisierung für das Thema, Wissenstransfer, Kapazitätenaufbau und ein beständiger Dialog zwischen staatlichen Behörden, der Industrie, dem Handel und dem Endverbraucher sind ein vorrangiges Thema im Arbeitsprogramm der BEF Gruppe. Organisierte Workshops, Treffen und Trainings tragen zu unserem Ziel bei, die Umweltbelastung durch Chemikalien zu minimieren.

Durchgeführte Projekte

LIVE AskReach
Das Projekt soll die Bevölkerung, den Handel und die Industrie für "besonders besorgniserregenden Substanzen" in Alltagsgegenständen in der gesamten EU sensibilisieren. Hauptwerkzeug ist eine Smartphone App. Sie soll die Verbraucher über enthaltene Substanzen informieren und verbindliche Anfragen an die Hersteller senden.

09/2017 - 08/2022

NonHazCity
Das Projekt NonHazCity möchte den Verbrauch gefährlicher Stoffen an der Quelle reduzieren. Zielgruppen sind Kommunen, kleine und mittlere Unternehmen und private Haushalte. Das Ziel ist, die Emissionen gefährlicher Substanzen in die öffentlichen Abwassernetze und, im Endeffekt, in unsere Flüsse, Seen und Meere zu reduzieren.

11/2015 - 09/2019

Kompetenzaufbau zu Gefahrenstoffmanagement in Nordwestrussland (CapChemRU 2)
10/2010 - 06/2012

Kompetenzaufbau zu Gefahrenstoffmanagement in Nordwestrussland (CapChemRU)
10/2008 - 06/2012

Vorschläge für Maßnahmen zur Verringerung der Verschmutzung durch gefährliche Stoffe für den Ostsee-Aktions Plan
02/2007 - 09/2007

Netzwerke von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) entlang von Wertschöpfungsketten - Umweltkommunikation als Instrument für die erfolgreiche Umsetzung von EU-Richtlinien in KMU im Baltikum
01/2006 - 12/2007

Ansprechpartner

Heidrun Fammler

Tel.: 040/5330 7076
heidrun.fammler[at]bef-de[dot]org